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FAQ.

Wir liefern die Antworten auf die häufigsten Fragen zu unseren Rohstoffen, unseren Fasern sowie unseren Papieren.

Über OutNature
Wer ist OutNature

OutNature wurde 2019 mit dem Ziel gegründet, den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu verringern, Abfälle zu vermeiden und ihnen einen neuen Wert zu verleihen. Wir entwickeln und vertreiben innovative und umweltfreundliche Faser- und Papierprodukte für Verpackungslösungen in Handel und Industrie. Zusammen mit unseren regionalen Partnern und Kunden schaffen wir ganzheitliche Verpackungslösungen aus Papier auf Basis der Silphie-Pflanze, Stroh und Paludi-Biomasse. Durch die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette, von der Pflanze bis zur Verpackung, reagieren wir schnell auf die Anforderungen unserer Kunden und übernehmen ökonomische, soziale und ökologische Verantwortung. 

Unsere Fasern sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für eine breite Palette an Anwendungen – von Verpackungen für Lebensmittel und Naturkosmetik über Banderolen, Tragetaschen und Geschenkpapier bis hin zu Etiketten, Broschüren und Kartonagen. Sie bieten eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Materialien. Damit lassen sich kreative und nachhaltige Verpackungskonzepte realisieren ganz ohne Kompromisse bei Qualität oder Design. 

OutNature produziert keine Endprodukte. Wir liefern die Fasern und arbeiten mit einem Netzwerk aus Partnern zusammen, die daraus Papier oder Verpackungen herstellen und bedrucken. Gerne unterstützen wir bei der Auswahl geeigneter Produktionspartner und stellen auf Wunsch auch Muster zur Verfügung. 

Pflanze
Wer oder was ist die Silphie-Pflanze?

Die Durchwachsene Silphie oder auch Donau-Silphie genannt wird hierzulande als Energiepflanze angebaut. Die Silphie zeichnet sich durch eine Vielzahl positiver Umwelteigenschaften aus und trägt damit zum Erhalt bestehender Ökosysteme sowie der Biodiversität bei: Mehrjährige Kultur, lange und späte Blühperiode, kaum Düngung und Schadstoffeinsatz, Erosions- und Grundwasserschutz, Humusspeicherung etc.

Hauptsächlich in Deutschland (ca. 10.500 ha in 2022) aber immer mehr auch im benachbarten Ausland – Italien Frankreich, Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden, Ungarn und in Österreich – gibt es Silphie-Bauern, die die Donau-Silphie in ihrer Biogasanlage zu nachhaltiger Bioenergie umwandeln. ­­

Die Silphie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird in Deutschland bislang auf ca. 10.500 ha (2022) als Energiepflanze bspw. als Alternative zum Mais angebaut. In 2020 wurden laut Fachagentur nachwachsende Rohstoffe (FNR) insgesamt ca. 1,5 Mio. ha für den Energiepflanzenanbau verwendet, davon ca. 989.000 ha für Mais.

Bislang wurden alle Pflanzenbestandteile der Silphie zur Erzeugung von Biogas energetisch genutzt. Die Separation der Faser vor dem Biogasprozess macht nun die stoffliche Nutzung der Faser als Rohstoff für die Papierproduktion möglich und bietet dem Landwirt/Biogasanlagenbetreiber eine zusätzliche Einnahmequelle. Damit schaffen wir eine kaskadische Wertschöpfung der Pflanze. Bei der Ausweitung des Anbaugebietes liegt unser Fokus auf den Flächen, die bereits heute für den Energiepflanzenanbau genutzt werden. Eine Umwidmung von Flächen die bspw. für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden, ist nicht in unserem Sinne.

Die Durchwachsene Silphie oder auch Donau-Silphie genannt wird hierzulande als Energiepflanze angebaut. Die Silphie zeichnet sich durch eine Vielzahl positiver Umwelteigenschaften aus und trägt damit zum Erhalt bestehender Ökosysteme sowie der Biodiversität bei: Mehrjährige Kultur, lange und späte Blühperiode, kaum Düngung und Schadstoffeinsatz, Erosions- und Grundwasserschutz, Humusspeicherung etc.

Wie werden die Silphie-Fasern hergestellt?

Die Donau-Silphie ist eine jährlich nachwachsende Energiepflanze. Sie wird im Herbst geerntet, die gehäckselten Pflanzenteile werden mittels eines Silierprozesses haltbar gemacht, sodass sie in Form von Silage ganzjährig als Inputmaterial zur Aufbereitung als Faserstoff zur Verfügung stehen. Bislang wurde die Donau-Silphie in Gänze energetisch verwertet. Wir ermöglichen nun die stoffliche Nutzung der Faser im Sinne einer Kaskadennutzung. Dazu werden sie mittels eines biothermischen Verfahrens vor der Bioenergieerzeugung separiert und zu einem neuen, regionalen und nachhaltigen Rohstoff aufbereitet. Ganz ohne Chemikalien. Mit einem nur geringen Einsatz von Wasser und Energie. Die übrigen Pflanzenbestandteile werden der Biogasanlage als Gärsubstrat zugeführt. Unsere Silphie-Fasern werden dezentral direkt an Biogasanlagen produziert.

Silphie-Fasern sind der Rohstoff für faserbasierte Produkte. Über einer zusätzlichen Aufbereitung, wie etwa eine Mahlung, ist die Faser bspw. auf die individuellen Kundenbedürfnisse anpassbar für eine optimale Funktionalität in der Weiterverarbeitung. Anwendungsfelder sind bspw. Papier, Fasergussanwendungen oder naturfaserverstärkte Kunststoffe. Aber auch weitere Einsatzmöglichkeiten sind denkbar.

Silphie-Papier kann in Kombination mit FSC-zertifiziertem Zellstoff hergestellt werden und trägt dann die FSC-Mix Zertifizierung. Eine FSC- oder PEFC Zertifizierung der Silphie-Fasern ist aktuell nicht möglich, da diese Zertifizierungen ausschließlich Holz- und Papierprodukten vorbehalten sind.

Darf sich Silphie „Papier“ nennen?

Laut DIN 6730 ist Papier „ein flächiger, im Wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird“. Da es sich bei Silphie-Fasern um Fasern pflanzlicher Herkunft handelt und das Silphie-Papier wie zuvor beschrieben auf einer Papiermaschine erzeugt wird, kann man von Silphie-Papier sprechen.

Silphie-Papier setzt sich zusammen aus den Fasern der Durchwachsenen Silphie sowie herkömmlichem Zellstoff oder Altpapier. Unsere Papierqualitäten haben einen Silphie-Faseranteil von 35 %. Die Silphie-Fasern verleihen dem Papier seine bräunliche Optik und die natürliche Haptik.

  • SilphiePaper: Flächengewichte ab 60 gsm
  • SilphieLiner: Flächengewichte ab 100 gsm
  • SilphieBoard: Flächengewichte zwischen 200 – 450 gsm

Silphie-Papierqualitäten eignen sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Papieranwendungen. Im Vordergrund stehen dabei Verpackungsanwendungen, insbesondere im Lebensmitteldirektkontakt, aber auch besondere grafische Anwendungen. Unsere Qualitäten sind maschinenglatt, oberflächenbehandelt und weisen eine gute Bedruckbarkeit in den gängigen Druckverfahren (Offset-, Flexo-, Siebdruck) auf.

  • SilphiePaper: Papiertüten, Etiketten, Banderolen, Hülsen
  • SilphieLiner: Wellenstoff, Liner für die Wellpappenproduktion, Obst- und Gemüseschalen
  • SilphieBoard: Faltschachteln, Banderolen, Displays

Wir bieten eine Produktlinie mit einem Silphie-Faseranteil von 35 % im Papier an.  Nach erfolgreicher FSC®-Zertifizierung, kommt in unseren Papierqualitäten FSC-zertifizierter Langfaserzellstoff zum Einsatz.

Silphie-Papierqualitäten sind maschinenglatt, oberflächenbehandelt und weisen eine gute Bedruckbarkeit in den gängigen Druckverfahren (Offset-, Flexo-, Siebdruck) auf.

Eine Bleiche ist grundsätzlich möglich, erfordert allerdings den Einsatz von Chemikalien auf den wir bislang verzichtet haben. Teil der F&E-Aktivitäten ist es aber auch die Möglichkeiten zum Bleichen von Silphie-Papier zu untersuchen.

Da bei allen Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen auf den Einsatz von Stoffen tierischen Ursprungs verzichtet wird können wir unser Sortiment an Silphie Qualitäten (SilphiePaper/ SilphieLiner/ SilphieBoard) als vegan bezeichnen.

Silphie-Papier lässt sich wie herkömmliches Papier recyclen. Die Entsorgung kann wie gewohnt über den Altpapierkreislauf erfolgen.

Pflanze
Von welchem Getreide stammt das Stroh?

Das von uns verwendete Stroh fällt beim Anbau von Weizen, Gersten und Roggen an. 

Das Getreide wird regional in Deutschland angebaut. Wir achten auf kurze Transportwege und eine enge Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben vor Ort. 

Das Getreide wird nicht speziell für die Gewinnung der Fasern angebaut. Das bei der Getreideernte anfallende Stroh kann vollständig untergepflügt werden, da die Verrottung zu lange dauert. Heute wird Stroh außerdem als Brennstoff, Tierstreu und Bodenabdeckung verwendet. Hierbei wird jedoch nicht das gesamte, zur Verfügung stehende Stroh eingesetzt. Die Verarbeitung zu Faserstoff ist deshalb eine gute Möglichkeit der weiteren Wertschöpfung. In Deutschland sind ca. 10 Mio. t Stroh pro Jahr frei verfügbar. 

Wie werden Stroh-Fasern hergestellt?

Getrocknetes Stroh wird auf die passende Länge gekürzt und in einen Reaktor gefördert. Anhand der Prozessparameter Druck, Temperatur und Zeit können unterschiedliche Qualitätsstufen hergestellt werden. In den nachfolgenden Prozessschritten wird das Stroh gewaschen und mechanisch aufbereitet, bevor es auf der Papiermaschine als Rohstoff zum Einsatz kommt. 

 

Stroh-Fasern sind äußerst vielseitig und finden in verschiedenen Bereichen Anwendung. Stroh fällt in der Landwirtschaft in großen Mengen als Nebenprodukt an, und genau hier setzt OutNature an. Wir nutzen dieses bislang ungenutzte Potenzial und verarbeiten Stroh zu einem hochwertigen Faserstoff, der sich für die Herstellung von Papier eignet. Durch ein spezielles Verfahren gewinnen wir aus dem Stroh die Fasern, die anschließend zu  Papierlösungen weiterverarbeitet werden.   

Was ist Stroh-Papier? Wie setzt sich Stroh-Papier zusammen?

Strohpapier ist eine Abmischung unserer Strohfasern, Recyclingfasern und den üblichen Faserzusatzstoffen. 

Strohpapier kann für alle üblichen Verpackungsanwendungen und Wellpappverpackungen eingesetzt werden. 

Als Agrarreststoffe unterliegen Strohfasern nicht der Erfassung durch das FSC. Der FSC fokussiert sich mit seinem Zertifikat auf Produkte, welche aus dem Wald stammen. Der Einsatz von Strohfasern ändert nichts an der bestehenden FSC-Zertifizierung der LEIPA Produkte. 

Das Stroh-Papier wird über eine sehr gute Bedruckbarkeit verfügen, da das Stroh-Papier in einem White Top Testliner verarbeitet wird. Dieser verfügt durch seine Kaschierung über eine hervorragende Bedruckbarkeit. Der Stroheintrag wird sich nur auf der Rückseite befinden. 

Das Aussehen der Decke gleicht sich mit dem eines gestrichenen Testliners. Die Rückseite ist optisch dunkler als die eines Testliners. 

Strohpapier-Verpackungen können dem konventionellen Papierrecycling (Blaue Tonne) hinzugefügt werden. Produkte aus reinem Stroh nicht. Strohpapier ist recyclingfähig. 

Allgemein
Was ist Paludi-Biomasse?

Paludi-Biomasse ist pflanzliches Material aus wiedervernässten Moorflächen, das von Schilf, Rohrkolben und anderen Feuchtgebietspflanzen gewonnen wird. 

Die land- und fortwirtschaftliche Nutzung von nassen und vernässten Mooren nennt man Paludikultur. Die Idee: Möglichst ganzjährig hohe Wasserstände im Moor sollen für einen vollständig nassen Torfkörper sorgen, der dadurch erhalten bleibt. 

Moorböden speichern große Mengen an Kohlenstoff. Werden sie trockengelegt, setzen sie Treibhausgase frei. Durch Wiedervernässung wird dieser Prozess gestoppt, ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme. 

Von welchen Pflanzen stammt die Paludi-Biomasse?

Die Biomasse stammt vor allem von Schilf, Rohrkolben und anderen nassliebenden Pflanzen, die auf wiedervernässten Moorflächen wachsen. 

Wofür können Paludi-Fasern eingesetzt werden?

Paludi-Fasern eignen sich für die Herstellung von Papier, Verpackungen, Etiketten, Tragetaschen und weiteren nachhaltigen Produkten. Sie bieten eine umweltfreundliche Alternative zu Holzfrischfasern. 

Was ist Paludi-Papier? Wie setzt sich Paludi-Papier zusammen?

Paludi-Papier ist ein Papierprodukt, das aus verschiedenen Moorpflanzen wie Schilf oder Rohrkolben hergestellt wird. je nach Verfügbarkeit und Mischung der Pflanzen kann die Zusammensetzung des Papieres variieren. 

Kontakt

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