
Wir starten den Bau unserer Strohfaseranlage!
Die feierliche Schlüsselübergabe symbolisiert unseren offiziellen Einzug in die Halle, in der schon bald unsere neue Strohfaseranlage entstehen wird.

Im hauseigenen Labor entwickeln unsere Experten von OutNature nachwachsende Pflanzenfasern für den Einsatz in faserbasierten Produkten weiter.
Unser Antrieb ist es neue, umweltfreundliche Lösungen für die Papier- und Verpackungsindustrie anzubieten, um den wachsenden Herausforderungen der Branche zu begegnen. Dazu erschließen wir alternative Rohstoffquellen für nachhaltige Materialien und entwickeln daraus qualitativ hochwertige Faserstoffe auf Pflanzenbasis. Daneben sind der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Steigerung der regionalen Rohstoffverfügbarkeit der wichtigste Antrieb für unser tägliches Handeln.
Unser Labor nutzen wir unter anderem für die Analyse verschiedenster pflanzenbasierter Faserstoffe sowie deren Verarbeitung als ersten Schritt auf dem Weg zu einem marktreifen Produkt. Da wir selbst die Kompetenzen in der Entwicklung, Analyse und Verarbeitung von Pflanzenfasern haben, ergeben sich zahlreiche Vorteile für uns sowie unsere Kunden.

Silphie-Fasern sind Naturfasern, welche mittels Thermodruckhydrolyse der Silphie-Pflanze entstehen und als neuer Rohstoff für faserbasierte Produkte dienen. Über eine zusätzliche Aufbereitung, wie etwa eine Mahlung, ist die Faser bspw. auf die individuellen Kundenbedürfnisse anpassbar für eine optimale Funktionalität in der Weiterverarbeitung.

Optische Eigenschaften
z.B. Reflexionswerte oder Farborte

Mechanische Eigenschaften
z.B. Elastizität oder Biegefestigkeit

Chemische Eigenschaften
z.B. Aschegehalt oder chem. Sauerstoffbedarf

Qualitätsparameter
z.B. Festigkeit oder Oberflächenbeschaffenheit

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In der Papierfabrik entsteht aus unserer ressourcenschonenden Faserstoffalternative in Abmischung mit herkömmlichem Zellstoff oder Altpapier unser Silphie-Papier. Wir vertreiben Papiere und Karton mit einem Silphie-Faseranteil von 35 %.


Mit Hilfe des Autoklavs wird ein Faseraufschluss durch Kochung hergestellt. Durch die Prozesse im Autoklav entsteht ein Faseraufschluss. Dies ist eine fasrige Masse, die aus einzelfasern besteht und als Rohmaterial für die Papierherstellung dient. Hauptziel ist es, die Fasern zu isolieren und mechanisch oder chemisch zu bearbeiten.
In der Blattbildungssäule werden Blätter gebildet um mit diesen im späteren Prozess weiterarbeiten zu können. Hierfür wird eine Suspension eingefüllt und das Produkt am Ende des Prozesses entnommen. Die Blätter werden anschließend getrocknet.
Mit der Jokro-Mühle werden die Fasern angeraut beziehungsweise gemahlen. Die Mahlung der Faser wird zur Steuerung von Qualitätsparametern wie Festigkeit, Formation und Oberflächenbeschaffenheit durchgeführt.

Der Muffelofen ist ein Ofen, der durch eine hitzebeständige Muffel von der Wärmequelle getrennt ist. Er wird hauptsächlich verwendet, um den Aschegehalt von Proben zu bestimmen, indem diese bei hohen Temperaturen verbrannt werden. Die verbleibende Asche enthält anorganische Rückstände wie Mineralien und Salze. Da anorganische Bestandteile die Reißfestigkeit von Papier beeinträchtigen können, ist der Aschegehalt ein wichtiger Qualitätsparameter.
Der chemische Sauerstoffbedarf (CSB) misst den Sauerstoff, der zur Oxidation organischer Stoffe im Wasser benötigt wird. Mit einem Oxidationsmittel werden biologisch abbaubare und nicht abbaubare Stoffe zu Kohlendioxid zersetzt, wodurch der CSB ermittelt werden kann. Hohe CSB-Werte im Abwasser entziehen Gewässern Sauerstoff und können diese zum „Umkippen“ bringen. Zudem zeigt eine CSB-Analyse potenziell gesundheitsschädliche Stoffe, insbesondere Kohlenwasserstoffe, auf.

Die Biegefestigkeit entspricht der Kraft der aufzuwendenden Arbeit, um ein Papier unter definierten Bedingungen im elastischen Bereich zu biegen. Die Elastizität beziehungsweise Dehnbarkeit gibt die Widerstandsfähigkeit gegen das Zerreißen an. Der Wert sollte daher möglichst hoch sein und ist wichtig für die Qualitätskontrolle und Kundenanforderungen.

Unsere Silphie-Fasern werden dezentral direkt an Biogasanlagen produziert. Das stärkt ländliche Räume, denn so wird die regionale Wertschöpfung durch innovative bioökonomische Lösungsansätze erhöht und Arbeitsplätze werden gesichert bzw. geschaffen. Durch Inwertsetzung eines bisherigen Reststoffs aus der Biomasseerzeugung und -verarbeitung als Rohstoff, schaffen wir gleichzeitig eine neue Einnahmequelle für Biogasanlagenbetreiber. Das steigert die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen und sichert so deren Fortbestand und die Versorgung mit erneuerbarer Energie auch nach Auslaufen der EEG-Förderung.

Unser Pilotstandort zur Faseraufbereitung befindet sich in Hahnennest, nahe Bodensee. Dort betreiben vier Landwirte gemeinsam eine Biogasanlage. Der Energiepark Hahnennest nutzt die Silphie bereits seit vielen Jahren zur Energieerzeugung und hat sich mit der Saatgutvermarktung unter der Marke Donau-Silphie in der Branche bereits einen Namen gemacht. Das geballte Know-how rund um die Energiepflanze bringen die Silphie-Pioniere in unser Verbundvorhaben ein. Gemeinsam entwickeln wir es ständig weiter.

Die feierliche Schlüsselübergabe symbolisiert unseren offiziellen Einzug in die Halle, in der schon bald unsere neue Strohfaseranlage entstehen wird.

Gemeinsam mit 13 internationalen Partnern aus Industrie und Forschung ist OutNature offiziell in das EU-Flagship-Projekt BIOWRAP gestartet.

Mit dem Trailer unseres neuen Imagefilms markieren wir einen weiteren wichtigen Meilenstein unserer strategischen Repositionierung.
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