Plastikfreie Alternativen auf industriellen Maßstab skalieren: Gemeinsam mit 13 internationalen Partnern aus Industrie und Forschung ist OutNature offiziell in das EU-Flagship-Projekt BIOWRAP gestartet. Ziel des ambitionierten Fünfjahresprojekts ist der Aufbau der ersten industriell skalierbaren Produktionsanlage für eine rein papierbasierte Luftpolsterfolie.
Am 17. Juni 2026 fiel mit dem offiziellen Kickoff-Meeting der Startschuss für das wegweisende EU-Projekt BIOWRAP. Als Spezialist für innovative und alternative, Fasern ist es für uns bei OutNature ein bedeutender Schritt, unsere Expertise in dieses hochkarätig besetzte internationale Konsortium einzubringen. Das Gesamtprojekt umfasst ein Budget von rund 19 Millionen Euro und wird durch die Europäische Union im Rahmen von Horizon Europe über die Circular Bio-based Europe Joint Undertaking (CBE JU) kofinanziert.
Gemeinsam gegen die Plastikflut im Verpackungssektor
Die Dringlichkeit des Projekts wird durch aktuelle Zahlen untermauert: Allein in der Europäischen Union entstehen jährlich mehr als 16 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungsabfälle. Nur etwa 40 Prozent davon werden bislang recycelt (Eurostat, 2025). Gleichzeitig erhöht die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) den Druck auf die Wirtschaft, da ab 2030 alle Verpackungen zwingend recyclingfähig sein müssen.
Hier setzt BIOWRAP an und liefert eine konkrete, kreislauffähige Antwort. Das Herzstück des Projekts ist die Weiterentwicklung und industrielle Skalierung von PapairWrap, einer reinen papierbasierten Luftpolsterfolie. Das innovative Produkt ist so konzipiert, dass es standardmäßig über den gewohnten Altpapierstrom recycelt werden kann. Ziel ist es, gegenüber Folie aus Kunststoff pro Quadratmeter 25 bis 50 Prozent CO₂-Emissionen einzusparen.
OutNatures Rolle und Vision im Projekt
Für OutNature ist die Mitwirkung an BIOWRAP eine konsequente Fortführung unserer Mission. Als Innovationstreiber für alternative Faserlösungen entwickeln und vertreiben wir innovative Faserprodukte aus schnell nachwachsenden, pflanzlichen Rohstoffen. Durch den bewussten Verzicht auf Primärholzfasern bieten diese alternativen Papierfasern eine material- und flächeneffiziente Alternative zu herkömmlichen holzbasierten Rohstoffen für Papier und Verpackungen. Mit unserer Expertise bringen wir genau diesen Ansatz in das Projekt ein, um kreislauffähige Materialkonzepte zu realisieren.
Im Rahmen der fünfjährigen Projektlaufzeit werden wir eng mit den Partnern zusammenarbeiten, um den technologischen Reifegrad der Produktion auf die Stufe TRL 8 (Technical Readiness Level) zu heben. Im Fokus steht dabei die konkrete Umsetzung von PapairWrap unter Verwendung von Paludi-Fasern. Der geplante Entwicklungspfad erstreckt sich von der Rohstoffbeschaffung über umfassende Labortests bis hin zur Erprobung auf unserer Pilotanlage in Hahnennest, um den Prozess schließlich erfolgreich auf unsere industrielle Faseranlage in Schwedt/Oder zu skalieren. Insgesamt beinhaltet das Projekt den Aufbau einer wegweisenden „First-of-a-kind“-Produktionsanlage, die künftig als Blaupause für eine zukunftsfähige Verpackungsindustrie in ganz Europa dienen soll. Wir freuen uns darauf, die Zukunft des faserbasierten Versands aktiv mitzugestalten und gemeinsam mit starken Partnern eine echte, industrielle Kreislaufwirtschaft zu realisieren.
Das BIOWRAP-Konsortium auf einen Blick
Unter der Projektleitung und Gesamtkoordination der Papair GmbH aus Hannover vereint das Konsortium insgesamt 14 Partnerorganisationen aus sieben EU-Ländern (Deutschland, Portugal, Österreich, Niederlande, Spanien, Dänemark und Polen). Das Netzwerk bündelt Kompetenzen von Papierherstellern, Maschinenbau- und Beschichtungsunternehmen über Forschungseinrichtungen und Universitäten bis hin zu Spezialisten für pflanzenbasierte Faseralternativen wie OutNature.

Bildrechte: Papair GmbH.
Das Projekt wird von der Circular Bio-based Europe Joint Undertaking und ihren Mitgliedern unterstützt.
Gefördert durch die Europäische Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der CBE JU wider. Weder die Europäische Union noch die CBE JU können dafür verantwortlich gemacht werden.



