
Dürfen wir vorstellen? LEIPA Synergy
LEIPA und OutNature bündeln ihre Kompetenzen: Mit „LEIPA Synergy“ erhält das neu entwickelte Papier aus Recycling- und Strohfasern einen offiziellen Namen.

Wir stellen uns der Herausforderung, leistungsfähige Alternativen zu konventionellen, holzbasierten Papieren zu entwickeln – auf Basis schnell nachwachsender, pflanzlicher Rohstoffe. Mit Innovationskraft und Verantwortung gestalten wir den Wandel hin zu alternativen Materiallösungen.
Die globale Nachfrage nach Papier steigt kontinuierlich, während die Verfügbarkeit von Holzfasern sinkt. Gleichzeitig wächst der Bedarf an umweltfreundlichen Verpackungen. Traditionelle Zellstoffproduktion verbraucht enorme Mengen an Wasser und Energie und belastet die Umwelt.
Unsere Antwort ist Papier aus nicht holzbasierten, alternativen Pflanzenfasern. Die Pflanzen wachsen schnell nach und ermöglichen die Herstellung von Papier, das den wachsenden ökologischen Anforderungen gerecht wird, ohne auf Qualität zu verzichten.
Besonders das Silphie-Papier ist LCA-belegt ressourcenschonender im Vergleich zur Holzfaser-Alternativen. Wir arbeiten daran, alle Papierqualitäten so ressourcenschonend wie möglich zu gestalten. Wir sehen uns als Schlüssel zu einer Papierindustrie, die im Vergleich zur heutigen, konventionellen Holzfaser-Produktion ressourcenschonender agiert.
Unsere alternativen Pflanzenfasern – aus Silphie, und zukünftig aus Stroh und Paludi-Biomasse – bieten im Vergleich zu herkömmlichen holzbasierten Materialien spezifische Vorteile. Dank ihrer Herkunft aus Deutschland verursachen sie durch kurze Transportwege nur geringe CO₂-Emissionen. Da die Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden, ist kein Holzeinschlag nötig, was Wälder schont. Das Papier mit alternativen Fasern ist, wie traditionelle holzbasierte Papiere, vollständig in den gewohnten Papierkreislauf integrierbar. Dies gewährleistet die Kreislauffähigkeit. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass hierfür keine zusätzlichen Anbauflächen benötigt werden.

Mit unseren bereits im Markt etablierten Silphie-Fasern haben wir bewiesen, was eine innovative Papierproduktion leisten kann: Die Silphie-Faser weist laut LCA 2025 in der Faserproduktion eine CO₂-Netto-Entlastung auf (Details s. Link) und verursacht laut LCA 2025 weniger CO₂ als der untersuchte Durchschnitt von ungebleichten Zellstoffen und Sekundärfasern. Auf dieser Expertise aufbauend, erweitern wir unser Portfolio schon bald um Fasern aus Stroh und Paludi-Biomasse.
Alle unsere Rohstoffe werden in Deutschland angebaut und verarbeitet. Dadurch entfällt der Bedarf an Rohstoffen aus Übersee, deren Gewinnung oft mit der Abholzung von Primärwäldern oder der Zerstörung sensibler Ökosysteme (wie dem Regenwald) verbunden ist. So bieten wir eine wichtige Alternative zur Abholzung und sorgen gleichzeitig für einen geringeren ökologischen Fußabdruck durch kurze Transportwege. Das Ergebnis sind hochwertige Frischfasern, die beweisen, dass sich regionale Wertschöpfung und Klimaschutz optimal verbinden lassen.
Wir vertreiben Papiere und Karton mit Pflanzenfasern in einem Flächengewichtsspektrum ab 60 g/m². Unsere Papierqualitäten – Paper, Liner und Board – zeigen, welche neuen Maßstäbe in der Inwertsetzung alternativer Fasern als Rohstoff für die Verpackungsindustrie möglich sind. Im Vordergrund stehen dabei Verpackungsanwendungen im Food- und Non-Food-Bereich, aber auch besondere grafische Anwendungen. Unsere Qualitäten sind maschinenglatt, oberflächenbehandelt und zeichnen sich durch eine hervorragende Bedruckbarkeit in den gängigen Druckverfahren (Offset-, Flexo-, Sieb- und Digitaldruck) aus.
Wir bieten verschiedene Produktlinien mit unseren schnell nachwachsenden Pflanzenfasern an. Der Anteil der Fasern im Papier variiert je nach Anwendung und Rohstoff. Unsere Silphie-Papiere haben einen Silphie-Faseranteil von 35 %. Die Faseranteile in den Produktlinien mit Stroh und Paludi-Biomasse befinden sich aktuell noch in der Entwicklung, sodass hierzu noch keine finalen Angaben gemacht werden können. Kombiniert werden die Fasern mit FSC®-zertifiziertem Zellstoff oder Altpapier.
Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit geht weiter: Fasern aus Stroh und Paludi-Biomasse stehen in den Startlöchern und ergänzen schon bald unser Portfolio um weitere Rohstoffe für Papiere und weitere faserbasierte Anwendungen.
Bei Stroh handelt es sich um einen der am wenigsten genutzten „Abfälle“ aus der Landwirtschaft. Strohfasern sind eine hervorragende Zellstoffalternative mit vergleichbaren Eigenschaften wie Holzfrischfaser und zielen auf eine sehr gute Bedruckbarkeit und optimierte Festigkeitswerte ab.
Papiere mit Fasern aus Paludi-Biomasse verbinden Klimaschutz mit Innovation. Denn die Nutzung von Paludi-Biomasse aus Mooren ist Teil der Paludikultur. Dieser Ansatz fördert die Wiedervernässung der Flächen und schafft somit die wirtschaftliche Grundlage, die zur Renaturierung und langfristigen Wiederherstellung wichtiger Ökosysteme beiträgt.


LEIPA und OutNature bündeln ihre Kompetenzen: Mit „LEIPA Synergy“ erhält das neu entwickelte Papier aus Recycling- und Strohfasern einen offiziellen Namen.

OutNature und Leipa starten in Schwedt/ Oder ein gemeinsames Projekt für nachhaltige Papierproduktion mit regionalen Strohfasern.

Zur Bewertung der Umweltwirkungen unserer Silphie-Faser und unseres Silphie-Papiers haben wir eine neue, unabhängige Ökobilanz erstellen lassen.